WENN DU NICHTS TUN KANNST ...

Öfter mal stehen wir in Situationen, in denen wir nichts tun können: kein Vorankommen im Stau, ein festgefahrener Konflikt in nahen Beziehungen, das Ringen um eine Lösung in beruflichen Kon-texten. Und dann?

Wir kennen unsere vertrauten Reaktionen: wir beginnen innerlich oder äußerlich zu toben, wir erstarren mit angehaltenem Atem und hoffen auf Veränderung im Außen, wir flüchten uns in Be-triebsamkeit, ins nächste Abenteuer.

 

Was tun Sie, wenn Sie nichts tun können?

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SCHALTER

Wie oft bedienen wir täglich Schalter? Für mehr oder weniger Licht im Raum, für mehr oder weniger Wärme am Herd, für das Starten oder Ausschalten der Waschmaschine etc. Sie haben Wirkung, die Schalter.

Korrekt verlegte Leitungen sind dafür eine notwendige Voraussetzung. Vergessen wir auf den Anschluss an Kraftwerke, auf Sonne, Wasser oder andere Energielieferanten, bleibt der Aufwand dennoch ohne Effekt. Erst wenn diese Anbindungen geschaffen sind, können wir mit einer minimalen Bewegung unserer Hand augenblicklich Veränderung bewirken - der Raum ist hell erleuchtet.

Wann geht Ihnen ein Licht auf?

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GEKLAPPER

Kein eierbehangener Strauch ziert rund um das Osterfest meine Wohnung. Im Advent dürfen es dann doch Sterne sein. Wenn ich sie aufhänge, erinnere ich mich bei dem einem, von wem ich ihn geschenkt bekam, schaue den anderen ein wenig mitleidig an, weil seine Zacken mit den Jahren zu Rundungen wurden und wundere mich über manche, dass genau sie nicht zerbrechen, obwohl es eigentlich gar nicht so schade wäre.

Sie hängen dann an Fenstern und Türen und klappern bei jedem Öffnen.

Was hören Sie so im Advent?

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ICH SEH, ICH SEH

... an manchen Herbsttagen gar nichts oder sehr viel Grau. Nebel eben, wie wir ihn in der Volksschule dem November zuordneten.

In meiner Höhen-Lage sind es erfreulicherweise gezählte Tage, in denen sich die Sicht diesig zeigt. Meist schaue ich, sonnenbeschienen, auf die Nebelschwaden hinunter.

In der ersten November-Woche dieses Jahres stand ich trotz aller Höhenmeter selbst im Nebel - eben noch dabei, mich auf neue Maßnahmen einzupendeln, Veranstaltungsabsagen entgegen zu nehmen, Alternativen zu entwickeln ...

fallen Schüsse, geplant. Und mein Blick wird abrupt diesseitig, kurzsichtig, flachatmig.

Wann haben Sie Ihr Haupt wieder gehoben?

 

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DER APFEL FÄLLT

Selten bleiben sie über den Winter an Stielen und Zweigen hängen. Vereinzelt sieht man selbst im Februar noch verschrumpelte Exemplare Kälte, Wind und hungrigen Tieren trotzen. Was könnte uns der nicht mehr so pausbackige Apfel er-zählen? Warum nicht jedes Fallobst tatsächlich fällt, konnte ich bis jetzt nicht herausfinden.

Vielleicht kennen auch Sie so Momente, in denen Sie sich denken: Ich bleibe, komme, was da wolle! Oder Sie warten auf einen besseren, auf den richtigen Moment.

 

Was fällt Ihnen leicht?

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SIEGEN

Die Ankündigung einer Radiosendung ließ mich innehalten: da war von einer Nation die Rede, die als Sieger aus einem Krieg hervorging. Und ich fragte mich, ob das tatsächlich möglich ist?

Können wir von Sieg sprechen, wenn davor Mord, Totschlag, Missbrauch von Macht und Menschen alltäglicher waren als gesicherte Mahlzeiten, Bildung für Kinder und Jugendliche, Respekt?

Kann es überhaupt nur dann zu einem Sieg kommen, wenn davor die Vernichtung steht?

Wann haben Sie zuletzt gesiegt und wie fühlten Sie sich danach?

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SCHEPPERN

drei Murmeln in unterschiedlichen Farben

Es scheppert, wenn wir Geschirr unachtsam aufeinander stapeln oder wenn es zu Bruch geht.

Umgangssprachlich scheppert es, wenn emo-tionale Spannungen in einem Streit entladen werden.

Die Dosen, die hinter dem Fahrzeug des frisch vermählten Paares scheppern, sollen ungute Geister auf Abstand halten.

Mit Klang hat keines der drei Beispiele zu tun.

 

Wie klingen Sie, wenn Sie scheppern?

 

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HERZEIGEN

Ich vermute, Sie kennen das: Ihnen begegnet ein Mensch, der von Erfahrungen erzählt, die reichlich über dem glaubwürdigen Maß liegen, sich mit Statussymbolen umgibt, die in erster Linie Eindruck machen sollen und mit Ausdrücken um sich wirft, die wohl gut klingen, jedoch jeglichen sinnvollen Zusammenhang vermissen lassen.

Die Fassade klebt fest am Mauerwerk. Doch wehe, sie gewinnt an Lockerheit - was ist dahinter zu erwarten, zu befürchten, zu erhoffen?

 

Was zeigen Sie gerne von sich selbst her?

 

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ANSTECKEND

Unlängst brauchte ich frisches Brot und will das gerne beim Bäcker kaufen. Allerdings: aus aktuellem Anlass hat der nur bis Mittag geöffnet. Es war Nachmittag. Ich wollte ihm die Treue halten und kam daher einfach tags darauf wieder. Vor 12 Uhr!

An die aktuellen Umstände habe ich mich wohl immer noch nicht gewöhnt.

Wer erinnert sich noch daran, dass sämtliche Läden an Samstag-Nachmittagen ge­schlossen blieben? Vielleicht noch dort und da eine Greißlerei-Stunde am Sonntag nach der Messe.

Woran gewöhnen wir uns?

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