ICH SEH, ICH SEH

... an manchen Herbsttagen gar nichts oder sehr viel Grau. Nebel eben, wie wir ihn in der Volksschule dem November zuordneten.

In meiner Höhen-Lage sind es erfreulicherweise gezählte Tage, in denen sich die Sicht diesig zeigt. Meist schaue ich, sonnenbeschienen, auf die Nebelschwaden hinunter.

In der ersten November-Woche dieses Jahres stand ich trotz aller Höhenmeter selbst im Nebel - eben noch dabei, mich auf neue Maßnahmen einzupendeln, Veranstaltungsabsagen entgegen zu nehmen, Alternativen zu entwickeln ...

fallen Schüsse, geplant. Und mein Blick wird abrupt diesseitig, kurzsichtig, flachatmig.

Wann haben Sie Ihr Haupt wieder gehoben?

 

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DER APFEL FÄLLT

Selten bleiben sie über den Winter an Stielen und Zweigen hängen. Vereinzelt sieht man selbst im Februar noch verschrumpelte Exemplare Kälte, Wind und hungrigen Tieren trotzen. Was könnte uns der nicht mehr so pausbackige Apfel er-zählen? Warum nicht jedes Fallobst tatsächlich fällt, konnte ich bis jetzt nicht herausfinden.

Vielleicht kennen auch Sie so Momente, in denen Sie sich denken: Ich bleibe, komme, was da wolle! Oder Sie warten auf einen besseren, auf den richtigen Moment.

 

Was fällt Ihnen leicht?

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SIEGEN

Die Ankündigung einer Radiosendung ließ mich innehalten: da war von einer Nation die Rede, die als Sieger aus einem Krieg hervorging. Und ich fragte mich, ob das tatsächlich möglich ist?

Können wir von Sieg sprechen, wenn davor Mord, Totschlag, Missbrauch von Macht und Menschen alltäglicher waren als gesicherte Mahlzeiten, Bildung für Kinder und Jugendliche, Respekt?

Kann es überhaupt nur dann zu einem Sieg kommen, wenn davor die Vernichtung steht?

Wann haben Sie zuletzt gesiegt und wie fühlten Sie sich danach?

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SCHEPPERN

drei Murmeln in unterschiedlichen Farben

Es scheppert, wenn wir Geschirr unachtsam aufeinander stapeln oder wenn es zu Bruch geht.

Umgangssprachlich scheppert es, wenn emo-tionale Spannungen in einem Streit entladen werden.

Die Dosen, die hinter dem Fahrzeug des frisch vermählten Paares scheppern, sollen ungute Geister auf Abstand halten.

Mit Klang hat keines der drei Beispiele zu tun.

 

Wie klingen Sie, wenn Sie scheppern?

 

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HERZEIGEN

Ich vermute, Sie kennen das: Ihnen begegnet ein Mensch, der von Erfahrungen erzählt, die reichlich über dem glaubwürdigen Maß liegen, sich mit Statussymbolen umgibt, die in erster Linie Eindruck machen sollen und mit Ausdrücken um sich wirft, die wohl gut klingen, jedoch jeglichen sinnvollen Zusammenhang vermissen lassen.

Die Fassade klebt fest am Mauerwerk. Doch wehe, sie gewinnt an Lockerheit - was ist dahinter zu erwarten, zu befürchten, zu erhoffen?

 

Was zeigen Sie gerne von sich selbst her?

 

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ANSTECKEND

Unlängst brauchte ich frisches Brot und will das gerne beim Bäcker kaufen. Allerdings: aus aktuellem Anlass hat der nur bis Mittag geöffnet. Es war Nachmittag. Ich wollte ihm die Treue halten und kam daher einfach tags darauf wieder. Vor 12 Uhr!

An die aktuellen Umstände habe ich mich wohl immer noch nicht gewöhnt.

Wer erinnert sich noch daran, dass sämtliche Läden an Samstag-Nachmittagen ge­schlossen blieben? Vielleicht noch dort und da eine Greißlerei-Stunde am Sonntag nach der Messe.

Woran gewöhnen wir uns?

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DU HAST EINEN VOGEL

... ist nicht gerade die feinste Art, einem Gegenüber mitzuteilen, was wir von ihm halten. Wert­schätzung hört sich definitiv anders an.

 

In diesen Frühjahrswochen waren reale Vogel-stimmen noch deutlicher zu hören. Der reduzierte Verkehr trug bestimmt dazu bei. Unsere Aufmerksamkeit war erhöht. Unsere Sinne sind geschärft.

 

Was haben Sie gehört?

 

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AUS DER MITTE

Manche Veränderungen bringen ein Durch-einander mit sich, werfen uns aus der Mitte - denken wir an Beziehungsabbrüche, akute gesundheitliche Einschränkungen, die Wechsel­jahre. Manche sind zeitweise zum Verrückt-Werden - die Pubertät trifft nicht nur die Jugend-lichen selbst hart.

Als gäbe uns jemand oder etwas einen unsanften Rempler - eben noch im Gleichgewicht, geraten wir mehr oder weniger ins Wanken. Ist es der Standhaftigkeit oder dem Glück zu verdanken, wenn wir nicht zu Boden gehen? Gibt es dafür noch andere Kategorien?

Und wo stehen Sie gerade?

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ALLES GUT?!

Willkommen sind sie selten, genau genommen nie, die Krisen, die Veränderungen. Letztere selbst dann nicht, wenn sie gut sind. Erst beim zweiten, dritten Hinsehen. Dann schon.

 

Aber Krisen? Ungefragt kommen sie, ungebeten bleiben sie, vorerst. Und dann:

Sie gehen, wir bleiben. Doch wie?

Bleiben wir zurück? Gehen wir voran?

Und vor allem: Wofür das Ganze?

 

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