ENDZEIT

Vollkommen unerwartet kommt die Nachricht von der schweren Krankheit eines nahen Menschen. Wenn der erste Schock verdaut ist, kommt die Frage: haben wir die Chance der Verbundenheit genutzt, uns wissen lassen, was wir einander bedeuten, miteinander erlebt, was uns verbindet?

Ein Glück, wenn die Hiobsbotschaft der Diagnose an Schärfe verliert, relativiert wird und an die Tage wieder an Leichtigkeit gewinnen. Was weiterschwingt ist die verwandelte Gretchenfrage:

Wie hältst du’s mit deinem Leben?

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VERSTRICKT

In diesen Tagen kann es schon vorkommen, dass wir in Vorfreude auf den Frühling die leichtere Hose probieren und realisieren: passend fühlt sich anders an. Wenn Kleidungsstücke zu eng sitzen, ist das verzwickt, wir wissen jedoch um entsprechende Abhilfe.

Anders gestaltet sich die Lage, wenn es im Miteinander eng wird. Gerald Hüther beschreibt in seinem Buch ‚Lieblosigkeit macht krank‘ die Auswirkung von Verstrickungen im Umgang mit uns selbst und mit einander. Der Neurobiologe zeichnet ein Bild der Vorgänge in unserem Gehirn, während wir versuchen, mit Lieblosigkeit umzugehen. Dass unser Hirn samt unserem gesamten Organismus Lösungen bevorzugt, die uns zu Lebendigkeit führen, ist erfreulich wie beruhigend gleichermaßen.

Wie lösen Sie sich aus unguten Bindungen?

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SCHICKSAL

‚La forza del destino‘ – Die Macht des Schicksals. Diese Oper von Guiseppe Verdi bewegte mich im Jänner dieses Jahres ungemein. Ein äußerst gelungenes Zusammenspiel aus Musik, Inhalt, Inszenierung inklusive Publikumsbeteiligung am Linzer Musiktheater ging mir durch Mark und Bein. Nein, wir sollten uns nicht an der Handlung beteiligen, jedoch unser Handeln bedenken. Die ausklingende Bitte des Schlusschores nach Erbarmen, wirkt nach.

Nicht zuletzt das Bühnenbild erweckt den Eindruck, wir seien dem Schicksal unentrinnbar verhaftet.

Wann sind Sie zuletzt aus geprägten Bahnen ausgebrochen?

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PLASTIZITÄT

Alles Mögliche konnten wir mit der Knetmasse herstellen, sogar in marmorierten Farben. Plastilin war oft zwischen meinen Kinderfingern. Eine formbare Substanz, wie unser Gehirn.

Neulich hörte ich, dass die Schwangerschaft einzelne Areale des Gehirns einer werdenden Mutter verändert, bis zu einem Jahr nach der Geburt. Neuroplastizität ist die Voraussetzung für dieses faszinierende Geschehen. Sie ist nicht nur Frauen vorbehalten!

 

Womit gehen Sie gerade schwanger?

 

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BLICK-KONTAKT

Ich konnte es kaum erwarten, dass der Mähdrescher kommt und uns wieder freie Sicht schenkt. Monatelange war der Mais mittlerweile in unüberblickbare Höhe gewachsen.

Nach getaner Arbeit war ich erstaunt: Obwohl ich den Ausblick in die Landschaft gut kenne und überaus liebe, erschien er mir wie neu. Als hätte ich mich bereits an die Einschränkung gewöhnt.

Manchmal wachsen uns Gewohnheiten über den Kopf und geben uns den Blick auf Wesentliches, auf unsere Werte nicht mehr frei.

Womit häckseln Sie Ihren persönlichen Wild-wuchs?

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ZURÜCK!

Was für ein Glück: seit Ende Juli bereichert ein Hund mein Leben. Ich freue einfach an seinem Wesen, lache über seinen Witz, seine Originalität, staune über seine schnelle Auffassungsgabe.

Er kam im Welpenalter zu mir; dementsprechend gab und gibt es viel zu lernen – für uns beide.

‚Ein Hund lernt immer‘, erinnert uns der Trainer in der Hundeschule. Somit lernt er auch, wenn ich nicht Acht gebe und auch Dinge, die er nicht darf – meiner Ansicht nach zumindest. Ja, das kann auch lästig sein und mich auf die Palme bringen.

 

Was machen Sie, wenn Sie auf 180 sind?

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LANDSCHAFT

Halten Sie sich gerne in fremden Ländern und Kulturen auf? Ich verreise nicht oft, aber dann durchaus gerne. Geht es über die Grenze, so genieße ich unter anderem die Sprache vor Ort oder jene, die bei Begegnungen die Verständi-gung erleichtert.

Mit 17 Jahren lernten wir im Unterricht bereits zwei Jahre eine Fremdsprache, deren Versuche wir als Französisch bezeichneten. Nachdem wir zehn Tage in Paris verbrachten, bei Familien wohnten und vor Ort die Schule besuchten, näherte sich unser Können tatsächlich in kurzer Zeit der ausgesprochenen Realität. Neben Lebenserfahrung eigneten wir uns en passant eine neue Art, miteinander zu kommunizieren an.

Worin sind Sie gut?

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ANDERS

In Beratungsgesprächen, beim Unterrichten, mit Freunden, Familie und auch an mir selbst beobachte ich hin und wieder den Wunsch nach dem Anderen. Würden wir an einem anderen Ort leben, mit einer anderen Partnerin unterwegs sein, ein anderes Stück oder überhaupt Instrument spielen oder gleich als anderer Mensch geboren sein, dann wäre alles anders. Naturgemäß verhalten sich die Dinge so.

Doch, was veranlasst uns zu diesem Schielen auf Anderes?

Was würden Sie gerne in Ihrem Leben aus-tauschen?

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IM REGEN

Kürzlich hatte ich großes Vergnügen an unserem Chor-Wochenendausflug. Der nieselnde Regen konnte uns die Laune nicht verderben. Kleine Läden und die Gastronomie freuten sich über unsere ausgedehnten Besuche. Die Chance, den Schirm zu vergessen, war nicht groß – wer nicht wie ein begossener Pudel durch die Gassen laufen wollte, spannte ihn gerne nach wenigen Schritten wieder auf.

 

Was bleibt bei Ihnen gern auf der Strecke?

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