LEO

‚Du bist es‘ rief Eine und war froh, dass nun der Nächste dran war. Beim Nachlaufen.

Was haben wir dieses Kinderspiel geliebt!

Die Grenzen wurden geklärt und schon ging’s los. Manche waren durch ihre Sprintfähigkeit nicht einzuholen, andere unglaublich geschickt in Ausweichmanövern; und dann gab es auch noch das Leo.

Ein Baum, die Stadltür, der Fahrradsattel ... alles konnte zum Leo werden. Wer diesen Gegenstand berührte, war sicher. Allerdings nicht unbegrenzt. Ich glaube, wir zählten bis 10, bis wir den Ort der Verschnaufpause wieder verlassen mussten .

Und wo erholen Sie sich gerade?

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AUF DER STRECKE BLEIBEN

Jemand ist uns abhanden gekommen, innerlich oder äußerlich, wenn die Beziehung auf der Strecke geblieben ist. Ähnliches gilt auch für Tätigkeiten, Rituale, Gewohnheiten oder uns selbst.

Wir sind zu viel beschäftigt mit einer Sache, dass wir ganz auf die andere vergessen.

 

Habe ich vergessen, dass wir uns im Advent befinden? Nein, im Gegenteil!

Und Sie?

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GEFÄHRLICH

Ich behaupte regelmäßig, dass die Straße von meinem Wohnort Richtung Stadt eine der gefährlichsten ist, vor allem bei klarer Sicht. Das hat schlicht damit zu tun, dass dann der Blick in die Alpen atemberaubend ist.

Die Kraft, Anmut und Kontur der Berge haben das Potenzial, meine Aufmerksamkeit auf den Verkehr samt meiner Fahrtüchtigkeit zu gefährden.

Jedes Mal wieder falle ich in Staunen ... und kriege mich auch wieder ein, bevor es gefährlich für andere wird.

Was raubt Ihnen in gutem Sinn den Verstand?

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GÄNGELBAND

Während meiner Urlaubszeit gönnte ich mir eine Pferdecoaching-Einheit. Ein unglaublicher Ge-winn für mich – und anscheinend auch für das Pferd, wie mir unsere Begleitung verriet.

Nach einem thematischen Einstieg beginnt die Einheit gleich mal mit der Auswahl des Gegen-übers: Welches Pferd passt zu mir? Suche ich es aus oder wählt es mich? Wir haben einander gefunden und offensichtlich zueinander gepasst. Dann ging’s weiter auf dem Platz. Dort erfuhr ich, dass ich gerade den Leithengst Hans am Strick führte.

Von wem lassen Sie sich gerne führen?

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WAS ES IST

In der Zeit, als ich es urlaubsbedingt nicht tat, fragte ich mich, was es ist, zu unterrichten, Vorträge zu halten, Inhalte zu vermitteln.

Ich habe es ja selbst über viele Jahre in Schulen und bis heute in Aus- und Fortbildungen erlebt, dass Wissenswertes an mich herangetragen wird. Dieser Transfer ist teils wahrhaft gelungen, manchmal fiel mehr durch als hängen blieb und es kam auch vor, dass ich mich mit dem ‚Fleck‘ nicht von der Stelle bewegen konnte.

Im Monat des Schulbeginns frage ich einfach mal:

Was motiviert und was blockiert Sie am Lernen?

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HÜHNERBRUST

Ein erster wunderbarer Urlaubstag ging in den Abend über, und wir kamen auf einem Platz zu sitzen. Der Himmel offen, die Gäste auch, und sie beginnen zu spielen – die Musiker eines Jazz-Quartetts. Das Ergebnis ist gut, vermag aber erstaunlicherweise nicht den Weg in mein Herz zu finden.

Kurze Zeit später, am Weg ins Quartier, tanzten Menschen auf der Straße, von zwei jungen Männern an Kontrabass, Gitarre und Stimme in Brand gesetzt. Deren musikalische Qualität hatte durchaus Luft nach oben, doch sie berührte unglaublich.

Wann erleben Sie sich in  Gemeinschaft?

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AUF DIE PLÄTZE, FERTIG ...

Das Auto kaum abgestellt, schlüpft zuerst ein aufgeblasener Donut, in Folge das daran klammernde Kind aus der Tür.

Ich liege im Strandbad und beobachte, wie der Junge seine ringförmige Luftmatratze schnappt und auf’ s Wasser losstartet. Kein Wunder – bei diesen Temperaturen und solcher Vorfreude.

 

Wann sind Sie zuletzt ins Leben gesprungen?

 

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HERMANN, WAS MACHST DU DA?

Ich liebe Loriot und könnte bei seinen Nummern und Filmen sterben vor Lachen. Neben ‚Das Ei ist hart‘ zählt ‚Hermann‘ zu einem meiner absoluten Favoriten. Eine kurze Beschreibung der Szenerie soll hier reichen: Hermann sitzt entspannt im Wohnzimmersessel, Musik im Hintergrund.

Seine Frau Herta fragt mit zunehmend genervter Stimme, was er denn mache, weshalb er sich dies und jenes nicht gönne, bringt unzählige Vor–schläge samt Widersprüchen und Vorwürfen und letztlich den Ruhe suchenden Hermann aus der Fassung.

 

Sitzen oder widersetzen Sie sich lieber?

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HOUSEWARMING

Wenn wir zu einer Housewarming-Party ein-laden, können wir uns über mindestens zwei Dinge freuen: Menschen begegnen einander nach distanzierten Zeiten wieder real in Gemein-schaft und wir haben ein neues Heim bezogen, um uns dort einzuleben.

Gewöhnlich kommen Gäste mit Geschenken - mit etwas, das dem Wohnraum noch fehlt um zum Nest zu werden, was Freude bereitet, manchmal auch mit einer Gabe, die ein althergebrachter Brauch empfiehlt: Salz und Brot. Seltener nimmt jemand Holzscheite mit – damit wurden seiner-zeit alle Öfen beheizt, um ganz konkret für Wärme im neuen Haus zu sorgen.

Was bringt Ihnen Ihr Leben?

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