GÄNGELBAND

Während meiner Urlaubszeit gönnte ich mir eine Pferdecoaching-Einheit. Ein unglaublicher Ge-winn für mich – und anscheinend auch für das Pferd, wie mir unsere Begleitung verriet.

Nach einem thematischen Einstieg beginnt die Einheit gleich mal mit der Auswahl des Gegen-übers: Welches Pferd passt zu mir? Suche ich es aus oder wählt es mich? Wir haben einander gefunden und offensichtlich zueinander gepasst. Dann ging’s weiter auf dem Platz. Dort erfuhr ich, dass ich gerade den Leithengst Hans am Strick führte.

Von wem lassen Sie sich gerne führen?

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WAS ES IST

In der Zeit, als ich es urlaubsbedingt nicht tat, fragte ich mich, was es ist, zu unterrichten, Vorträge zu halten, Inhalte zu vermitteln.

Ich habe es ja selbst über viele Jahre in Schulen und bis heute in Aus- und Fortbildungen erlebt, dass Wissenswertes an mich herangetragen wird. Dieser Transfer ist teils wahrhaft gelungen, manchmal fiel mehr durch als hängen blieb und es kam auch vor, dass ich mich mit dem ‚Fleck‘ nicht von der Stelle bewegen konnte.

Im Monat des Schulbeginns frage ich einfach mal:

Was motiviert und was blockiert Sie am Lernen?

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HÜHNERBRUST

Ein erster wunderbarer Urlaubstag ging in den Abend über, und wir kamen auf einem Platz zu sitzen. Der Himmel offen, die Gäste auch, und sie beginnen zu spielen – die Musiker eines Jazz-Quartetts. Das Ergebnis ist gut, vermag aber erstaunlicherweise nicht den Weg in mein Herz zu finden.

Kurze Zeit später, am Weg ins Quartier, tanzten Menschen auf der Straße, von zwei jungen Männern an Kontrabass, Gitarre und Stimme in Brand gesetzt. Deren musikalische Qualität hatte durchaus Luft nach oben, doch sie berührte unglaublich.

Wann erleben Sie sich in  Gemeinschaft?

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AUF DIE PLÄTZE, FERTIG ...

Das Auto kaum abgestellt, schlüpft zuerst ein aufgeblasener Donut, in Folge das daran klammernde Kind aus der Tür.

Ich liege im Strandbad und beobachte, wie der Junge seine ringförmige Luftmatratze schnappt und auf’ s Wasser losstartet. Kein Wunder – bei diesen Temperaturen und solcher Vorfreude.

 

Wann sind Sie zuletzt ins Leben gesprungen?

 

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HERMANN, WAS MACHST DU DA?

Ich liebe Loriot und könnte bei seinen Nummern und Filmen sterben vor Lachen. Neben ‚Das Ei ist hart‘ zählt ‚Hermann‘ zu einem meiner absoluten Favoriten. Eine kurze Beschreibung der Szenerie soll hier reichen: Hermann sitzt entspannt im Wohnzimmersessel, Musik im Hintergrund.

Seine Frau Herta fragt mit zunehmend genervter Stimme, was er denn mache, weshalb er sich dies und jenes nicht gönne, bringt unzählige Vor–schläge samt Widersprüchen und Vorwürfen und letztlich den Ruhe suchenden Hermann aus der Fassung.

 

Sitzen oder widersetzen Sie sich lieber?

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HOUSEWARMING

Wenn wir zu einer Housewarming-Party ein-laden, können wir uns über mindestens zwei Dinge freuen: Menschen begegnen einander nach distanzierten Zeiten wieder real in Gemein-schaft und wir haben ein neues Heim bezogen, um uns dort einzuleben.

Gewöhnlich kommen Gäste mit Geschenken - mit etwas, das dem Wohnraum noch fehlt um zum Nest zu werden, was Freude bereitet, manchmal auch mit einer Gabe, die ein althergebrachter Brauch empfiehlt: Salz und Brot. Seltener nimmt jemand Holzscheite mit – damit wurden seiner-zeit alle Öfen beheizt, um ganz konkret für Wärme im neuen Haus zu sorgen.

Was bringt Ihnen Ihr Leben?

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SPINNST DU?

Die Kommunikation ist schon ziemlich irritiert, wenn diese Frage so ungeschminkt im Raum steht. Sie erinnert mich an eine Szene aus dem Film 'Pilgern auf Französisch': ein jugendlicher Bursche konnte bis ins Jugendalter das Schreiben nicht erlernen. Eine Lehrerin nimmt sich seiner an und hinterfragt seine innere Überzeugung: 'Bist du dumm, Ramzi?' - 'Ja!' - 'Bist du dumm, Ramzi?' - 'Ja' - sie atmet tief durch und fragt noch ein Mal 'Bist du dumm, Ramzi?' - etwas kleinlaut aber doch, antwortet er diesmal: 'nein'.

Was halten Sie von sich?

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WENN DU NICHTS TUN KANNST ...

Öfter mal stehen wir in Situationen, in denen wir nichts tun können: kein Vorankommen im Stau, ein festgefahrener Konflikt in nahen Beziehungen, das Ringen um eine Lösung in beruflichen Kon-texten. Und dann?

Wir kennen unsere vertrauten Reaktionen: wir beginnen innerlich oder äußerlich zu toben, wir erstarren mit angehaltenem Atem und hoffen auf Veränderung im Außen, wir flüchten uns in Be-triebsamkeit, ins nächste Abenteuer.

 

Was tun Sie, wenn Sie nichts tun können?

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SCHALTER

Wie oft bedienen wir täglich Schalter? Für mehr oder weniger Licht im Raum, für mehr oder weniger Wärme am Herd, für das Starten oder Ausschalten der Waschmaschine etc. Sie haben Wirkung, die Schalter.

Korrekt verlegte Leitungen sind dafür eine notwendige Voraussetzung. Vergessen wir auf den Anschluss an Kraftwerke, auf Sonne, Wasser oder andere Energielieferanten, bleibt der Aufwand dennoch ohne Effekt. Erst wenn diese Anbindungen geschaffen sind, können wir mit einer minimalen Bewegung unserer Hand augenblicklich Veränderung bewirken - der Raum ist hell erleuchtet.

Wann geht Ihnen ein Licht auf?

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